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Geschichte des Xiangqi e.V.

Der Xiangqi e.V. wurde am 1. März 1985 in (damals) Westberlin gegründet. Seit 32 Jahre findet dort ungebrochenes, wenn auch für eine lange Phase unbemerkt gebliebenes Xiangqi-Leben statt und spiegelt damit auch die Verbreitungsgeschichte des Xiangqi in ganz Deutschland wider.

Der Xiangqi e.V. ist der älteste existierende von nicht Chinesen gegründete XQ-Club in Europa und ging aus dem Berliner „Freundeskreis für Chinesisches Schach“ hervor, der sich zwei Jahre regelmäßig einmal wöchentlich getroffen hatte.

Aller Anfang ist schwer

Die Ausgangssituation war schlecht: Keiner kannte Xiangqi. Der Name „chinesisches Schach“, „Elefanten-Schach“ u. ä. hatte keinen guten Ruf. Ein großer Schachforscher – Antonius van der Linde – hatte 1881 verkündet: Es war „eine Verkrüppelung und Verdummung des indischen Spiels“. Eine andere Informationsquelle gab es nicht. Das Internet war noch nicht erfunden, die Welt in einen Ost- und Westblock geteilt. Dies gestaltete den aktuellen Wissensaustausch mit Ländern des anderen Blocks schwierig. In vielen Bibliotheken fand man nur Literatur bis 1949 über sie. Wissenschaftliche Auskünfte waren über einfache Anfragen nicht zu erhalten.

Zur Kenntnisnahme des Xiangqi trugen in dieser Zeit zwei Bücher von Rainer Schmidt bei. Ihm war aufgefallen, dass einiges von den Erläuterungen des großen Schachforschers nicht stimmen konnte. Da er kein Chinesisch sprach, war er auf Mittelsmänner und Dolmetscher angewiesen gewesen, deren Seriösität und Objektivität (Missionare, Kaufleute) zumindest anzweifelbar war. Verständnis für die grundlegenden Strategeme des Spiels konnten sie ihm nicht vermittelt haben. Seine ihm als Meisterpartie verkaufte Notation war von krassen Amateuren gespielt worden! Fehlzüge und falsche Spielanlagen sowie die Wirkung des Feldherrnblicks war er nicht in der Lage gewesen zu erkennen. Sein fachliches Urteil war auf eurozentristischem Unverständnis beruhender Schrott!

Das theoretische Ansehen von Schach war groß. Von Großmeistern wurden Gehirnstrommessungen erstellt, um die Zusammenhänge von Schach mit Mathematik, Musik und geistiger Kreativität zu erforschen. Schach war das „Spiel der höchsten Intelligenz“ in Europa und von Europäern zur Kunst und Wissenschaft erweitert worden. Anderes, wie das Go-Spiel aus Japan, nahm man zähneknirschend, aber am besten gar nicht wahr. Schach stammte vom Chaturanga aus Indien ab. Alles andere waren finstere Verschwörungstheorien!

In einer solchen Atmosphäre gestalteten sich die ersten Begegnungen zwischen Schach- und XQ-Fans nicht auf der sportlich fairen Ebene, wie es die „Freunde des chinesischen Schachs“ erwartet hatten. Es gab Auftritts- und Mitspielverbote in den Clubs! Funktionäre und „Sachkenner“ meckerten über die Lahmheit der Pferde und die sich selbst behindernde Verteidigung. Das Verdammungsurteil des hl. Antonius wurde uns oft genug um die Ohren gehauen. So stand es doch in allen Lexika und Nachschlagewerken! Der Deutsche Schachbund lehnte brüsk jede Zusammenarbeit mit uns ab.

Sollte die ganze Sache nicht in Ignoranz und Abfälligkeit dahinschwinden, war wirklich ein organisatorischer Rahmen nötig, der den Kampf gegen die weißen Flecken auf dem Weg des Schachs aufnahm und gleichzeitig das richtige Spielen von Xiangqi verständlich vermittelte. Unter großen zeitlichen und finanziellen Opfern machten sich Mitglieder und Vorstand des Xiangqi e.V. an diese Aufgabe heran.

Ein regelmäßiger Kontakt mit chinesischen Studenten wurde aufgenommen. Auf gemeinsamen Spielabenden versuchte man gutes Spielen zu lernen. Es gab nichts außer von Chinahändlern einzeln ausgelegte Nummern von zufällig aufgetauchten Xiangqizeitschriften. Was da war, musste erst übersetzt werden und war dann das nächste Thema auf dem wöchentlichen Gruppenabend. Gleichzeitig wollte man die Außenwirkung nicht aufgeben und suchte weiterhin Kontakte zu Schachspielern als „natürliche Ansprechpartner“. Ganz schwierig gestaltete sich der Kampf gegen Besserwisser, Regelverdreher, gedankenlose Abschreiber und Verlage, die ihre falschen Vorlagen nicht korrigieren wollten. Hier war viel interner Schriftverkehr mit Abmahnungen, Verweisen, fachspezifischer Argumentation und Überzeugung durch Fakten nötig.

Im Oktober 1985 trat der Verein öffentlich auf den „Deutschen Spielertagen“ in Essen auf und organisierte für die „Berliner Spielertage“ im Dezember die „1. Berliner Begegnung“ als ein Freundschaftsturnier für Teilnehmer aus der BRD. Tatsächlich waren als Ergebnis der beiden ersten Bücher R. Schmidts Kleinstgruppen in Hamburg, Aachen und etliche mehr entstanden und die ersten Kontakte waren geknüpft. In Aachen arbeitete IM Vladimir Budde an einem eigenen Buch über Xiangqi², in dem er bereits erste Erkenntnisse Schmidts durch eigene Betrachtungen ergänzte und erweiterte. Er baute eine eigene Gruppe auf und war immer ein lautstarker Anwalt des Xiangqi in der Echokammer der Schachpuristen.

Auf einmal flammten in ganz Europa kleine Lichtpünktchen auf. Menschen, die das Spiel auf unterschiedlichste Weise kennengelernt hatten, kleine Fangruppen, die es sich selbst beibrachten. Über die Publikation der Bücher und die öffentlichen Auftritte war plötzlich ein Kristallisationspunkt entstanden, an den sich jeder wandte, der das Spiel kannte. Es wurden persönliche Verbindungen nach Paris und in die Niederlande geknüpft, wo sich ebenfalls kleine Zirkel in Vereine und Clubs umbenannten.

Ganz langsam begann sich das Bild zu wandeln. Dass neben „unserem“ Schach noch ein anderes – gleichwertiges – „aufgetaucht“ sei, wurde als eine Neuigkeit in einigen Nebenmeldungen zumindest schon erwähnt.

Mit einiger Verzögerung war ein hochoffizielles Schreiben an den Präsidenten des Chinesischen Xiangqi-Bundes beantwortet worden. Er bestätigte die Kenntnisnahme von unserer Existenz und kündigte die Entsendung einer Prüfungskommission an, für deren Aufenthaltsgenehmigung, Unterbringung, Verpflegung, Freizeitgestaltung wir selbst ... etc. pp.

Vielversprechende Jahre 1986–1988

Vom 2. bis 8. September 1986 besuchte eine fünfköpfige Delegation aus China Berlin. Unter ihren Mitgliedern befanden sich nicht mehr und nicht weniger als der Vizepräsident der CXF und drei Großmeister, die ihrerseits vor Fachpublikum ihre Künste demonstrieren wollten. Wegen der schlechten Beziehungen zum Schachbund kam es zu keiner gemeinsamen Veranstaltung, aber aus Aachen war Vladimir Budde angereist, so dass dieses Ereignis in Schachkreisen nicht unbekannt blieb.

Die Großmeister boten in Schaukämpfen untereinander mit anschließender Analyse sowie bei Simultanvorstellungen gegen chinesische Studenten und Clubmitglieder einen beeindruckenden Einblick in ihr Können. Das unsrige bewerteten sie als ausreichend für die Teilnahme an Freundschaftsturnieren in China und für die Aufnahme offizieller Beziehungen zwischen dem Asiatischen (AXF) und Chinesischen (CXF) Xiangqi-Bund und uns als Repräsentanten des Xiangqi in Deutschland (der Welt-Xiangqi-Verband war noch nicht gegründet). So fuhr noch im selben Jahr R. Schmidt vom 27.10 bis 18.11. nach Xiamen zur Teilnahme am „Sieben-Sterne-Pokal“ und erfuhr während einer persönlichen Begegnung mit dem Präsidenten der CXF Chen Yuangao von seinen festen Plänen. Xiangqi in nächster Zeit weltweit zu verbreiten. Politisch stand alles unter einem guten Stern. Die Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland vertieften sich, in der Wirtschaft herrschte eine Art China-Euphorie. Die Aussicht auf Sponsoren war reichlich vorhanden. Unter diesen Aussichten nahm der Verein mit frischem Eifer die Aufgaben für das nächste Jahr in Angriff. Um der Ausbreitung des Xiangqi einen festen Boden zu geben wurde die Zeitschrift XIANGQI für Schulung und Neuigkeiten herausgegeben.

Es kam darauf an den Kontakt zur wissenschaftlichen Schachwelt nicht aufzugeben und die führenden Theoretiker vom Niveau und der Qualität des Spiels zu überzeugen!

1987 organisierte der Xiangqi e.V. die Begegnung zwischen Schachgroßmeister Dr. Robert Hübner und Hu Ronghua, dem Weltmeister im Xiangqi in beiden Spielen. Erwartungsgemäß gewann jeder in seinem Spiel. Für die Schachhistorie wichtig war die Pressemitteilung, dass es sich hierbei um die zweite Begegnung zweier Großmeister ihres Spiels seit dem Duell Aljechin vs. Xie Xiaxun (1933) gehandelt hatte. Das Treffen fand anlässlich des 2. Delegationsbesuchs aus China als Vorbereitung auf die Xiangqi-Europameisterschaft in Paris (27./28.6) statt, an der sich neben Dr. R. Hübner auch drei Mitglieder des Xiangqi e.V. beteiligten. Auch wenn die meisten Vertreter ihrer Nationen chinesischer Abstammung waren, so zeugte doch die Tatsache dass 10 von 28 Teilnehmern „Langnasen“ waren, von einem überraschenden Aufschwung in Europa.

Als letzter Höhepunkt des Jahres fand der Besuch einer Delegation des Xiangqi e.V. mit zwei Clubmitgliedern zusammen mit Dr. Robert Hübner als Mitstreiter am „3. Sieben-Sterne-Pokal“ (15.-25.10.1988) in Chengdu statt. Die nachfolgende Presseberichterstattung auch in überregionalen Blättern begann das Klima zwischen Schachspielern und Xiangqifans zu verbessern.

Für 1988 waren die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verbreitung des Xiangqi in Europa gut. Tatsächlich war ein Damm gebrochen. In Berlin hatte GM Rudolf Teschner vorbei geschaut, in Paris hatte sich Ex-Weltmeister Boris Spasski die Ehre gegeben. Schach und Xiangqi begegneten sich auf gleicher Augenhöhe. Schachclubs ließen Informationsabende und Xiangqi spielen zu. Das waren die erfreulichen Ergebnisse der vereinseigenen Medienarbeit.

Im Verein selber suchte man sich zu konsolidieren. Für einen einheitlichen Spiel- und Turnierbetrieb wurden Fragen der Vereinheitlichung bei den Spielfiguren und Regeln wichtig. Das alles wurde auf vielen überregionalen Treffen in Gesprächen geregelt.

Die bisherigen Aktivitäten und Termine hatten die Mitglieder finanziell stark erschöpft, aber die Begeisterung für das Spiel, welches dem Schach auf seinem eigenen Gebiet gleich kam und denselben Scharfsinn auch unter den ursprünglicheren Bedingungen der Zugweisen und Regeln entwickelt hatte, war ungebrochen. Der verächtliche Ausschluss des Xiangqi aus der Ahnenreihe des Schachs allein aus purer „abendländischer Arroganz“ heraus ein „Spiel der höchsten Intelligenz“ allein bestimmen und bezeichnen zu dürfen, machte aus den damaligen Mitgliedern des Xiangqi e.V. mehr als bloße Spieler auf der Jagd nach Punkten für Turnierteilnahmen.

Aus diesen Gründen sagte man die Teilnahmen an der „1. Offenen französischen Meisterschaft“ ab, aber konnte auf der Europameisterschaft in London (29./30.9.) beweisen, dass man schon vorne mitmischen konnte. Als wichtigstes Ziel konzentrierte man sich darauf eine verbindliche Dachorganisation in der BRD mit allen bekannten Vereinen und Kleinstgruppen zu schaffen. Dafür wurde der „1. Deutsche Xiangqi-Kongress“ am 29./30.10. veranstaltet. Hier kam zum ersten Mal eine genügende Anzahl von Teilnehmern aus Dortmund, Hannover und Hamburg zusammen (Remscheid war verhindert), so dass ernsthaft an die Einrichtung einer verbindlichen Organisation gedacht werden konnte.

Die Pflege regelmäßiger Kontakte nach China wurden als elementar wichtig für eine nationale Ausbreitung auf seriöser Grundlage und als vorrangige Gemeinschaftsaufgabe erkannt. Das vorausgegangene Turnier im Teamwettkampf hatte der Xiangqi e.V. gewonnen, auch in der Einzelwertung belegte er mit seinem Mitglied R. Caspary den ersten Platz vor Dr. M. Nägler von der „Norddeutschen Auswahl“ mit Uwe Frischmuth als ihrem rührigsten Mitglied.

1989 – ein wechselvolles Jahr

Es war das Jahr, in dem der Xiangqi e.V. seine Kontakte zu den Neugründungen verstärkte und geradewegs die Ausbreitung auf das damalige Bundesgebiet plante. Der Vorstand steckte die letzten Reste des Geldes in den Aufbau eines festen Xiangqi-Zeitschriftenverlages und den Ausbau von Beziehungen mit Städteclubs in China.

Vom 25.2 bis 28.2. kam eine Großmeisterdelegation aus Shanghai mit dem Rekord-Landesmeister und „Sondergroßmeister“ Hu Ronghua, der diesmal mit größerem Aufsehen in der Schachwelt seine Partien gegen Robert Hübner und andere Schachgrößen, die inzwischen Xiangqi gelernt hatten, austrug. Die Atmosphäre war entspannt und heiter, die Aussicht jedes Jahr vor größerem Publikum die Geisteskunst in diesem Denksport präsentieren zu können erfüllte mit zuversichtlichem Optimismus. Die Delegation flog herzlich verabschiedet ab und die daheim gebliebenen bereiteten sich auf die Vortragsreihen und Events vor, die man sich für die zügige Vereinserweiterung vorgenommen hatte. Die Zeitschrift XIANGQI würde zukünftig in neuem Schriftbild in eigenem Verlag erscheinen.

Die Ereignisse in Peking auf dem Tian-An-Men-Platz Ende Juni änderten alles über Nacht. Die Bundesrepublik Deutschland brach sofort alle Beziehungen zur VR China ab, um ihrer Empörung über den Verstoß gegen Meinungsfreiheit und Menschenrechte gebührenden Ausdruck zu verleihen. Alle? Die wirtschaftlichen Beziehungen blieben ungetrübt! Betroffen war der kulturelle und sportliche Sektor. Alle Kulturveranstaltungen, sportlichen Wettbewerbe, Delegationsbesuche, gemeinsame Treffen waren ab sofort nicht mehr erwünscht und wurden abgesagt. Visagesuchen wurde erst nach unendlichen Prozeduren nachgekommen. Es gab keine offizielle Unterstützung für „chinafreundliche“ Organisationen mehr. Räume für Veranstaltungen zu bekommen wurde schwieriger. Die Zeitungsredaktionen lehnten Beiträge über Xiangqi ab. „Die Leute wollen jetzt was anderes lesen“! An chinesisch-deutsche Spielerbegegnungen war nicht mehr zu denken, die Aufnahme eines regelmäßigen Kontaktaustauschs war unmöglich geworden!

Mit dieser, womöglich jahrelang anhaltender Perspektive vor Augen verließ viele Mitglieder schlagartig der Mut. Manche mussten an ihre vernachlässigte berufliche Karriere denken, der Vorsitzende musste seine Tätigkeit aus existenziellen Gründen aufgeben. Der stark schrumpfende Verein hielt sich noch eine Zeitlang in einem Gemeinschaftshaus der Stadt Berlin, bis ihn Kostengründe zum Umzug in eine Privatwohnung zwangen, wo ohne Öffentlichkeit bis 2011 weiter gespielt werden konnte.

Dieselbe Lähmung erfasste auch die ganze Spielerschaft in Deutschland. Viele Clubs lösten sich auf, zur Gründung des DXB brachte es nur die schon auf dem „1. Xiangqi-Kongress 1988“ versammelte Mannschaft, die daraufhin den einzig verbliebenen Weg einschlug quasi unbemerkt einen regelmäßigen nationalen Turnierbetrieb in der jetzt neuen BRD zu organisieren. Tatsächlich dauerte es bis 1993, bis eine Delegation des DXB in Shanghai offiziellen Kontakt mit der World-Xiangqi-Federation aufnahm.

Zeit bis ca. 2011

Nicht nur das Vereinsleben stagnierte in dieser Zeit weiter. Auch bundesweit kam die Bundesliga und Deutsche Meisterschaft als Einzel- oder Mannschaftswettbewerb nur in kleinstem Rahmen und wirklich vollständigem Ausschluss der Öffentlichkeit in Gang. Unter einigen Spielern – und leider auch im Xiangqi e.V. - entfaltete sich ein Geist der elitären Abgeschiedenheit, die bewusst ein kompliziertes Spiel spielte, auf dessen Weitervermittlung man vornehm verzichtete. Dies führte zu einem Rückgang von Xiangqi in der Aufmerksamkeit der aktuellen Berichterstattung und in den der Spieleforschung gewidmeten Medien. Um die Mitte des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends war wieder der alte Zustand in der Ignoranz der Brettspielgemeinde und allgemeinen Wissensvermittlung erreicht. Es war deprimierend, auf Spielertreffen keinen zu finden, der Xiangqi erklären konnte.

Zeit nach 2011

Jedoch langsam kam in den erstarrten Zustand wieder Leben. Mit Turnieren im Chinesischen Kulturzentrum und im Konfuzius-Institut Berlin, sowie dem alljährlichen Sommerpokal wurde gezielt eine Vergrößerung der Interessenten-und Spielerzahl angestrebt, leider mit mageren Ergebnissen. Allerdings versucht der DXB durch die Einsetzung von „Regional-Koordinatoren“ in der BRD diesen Trend zu unterstützen, und tatsächlich ist seit 2015 eine gewisse Belebung der Vereinsszene zu beobachten. Es wird auch versucht durch Publikationen von Spieltheorie und und im Internet auch auf den Xiangqi-Seiten neues Interesse am Spiel zu wecken.

Alle Vereine haben sich insgesamt seit Jahren einer Änderung ihrer Vereinsstrukturen unterzogen. Aber selbst ein Chinesischer Champion und großzügiger Sponsor konnte bisher noch nicht viel an der Situation ändern. Trotzdem wäre es natürlich schön und verdienstvoll, wenn es gelänge, dieses alte, fernöstliche Kulturgut zukünftig wieder stärker zur Geltung zu bringen. Xiangqi ist es wert, im Ranking der geistigen Geschicklichkeitsspiele gleichberechtigt neben Schach zu stehen!

Im Frühjahr 2017 wurde für den Xiangqi e.V. ein neuer Vorstand gewählt, sodass nunmehr Pascal Bieg und Olaf Kreuchauf als Doppelspitze die Vereinsgeschicke weiter leiten. Durch eine dem Zeitgeist entsprechende Aktualisierung der Internetseite soll das Xiangqi ebenfalls zukünftig weiter gefördert werden.

Rainer Schmidt